ADAPTIV

Durch KI-gestützte Adaptivität zu einem sicheren Miteinander auf gemischten Verkehrsflächen

Motivation

Das Projekt adressiert das Thema „Mobilität in urbanen Räumen“. Dortige Verkehrsflächen sind ein begrenztes und deshalb begehrtes Gut. Unterschiedliche Gruppen von Verkehrsteilnehmern kämpfen entweder dafür, sich neue Flächen durch Übernahme zu erschließen (beispielsweise bei der Überführung von Kraftfahrflächen in Fahrradwege)
oder sich die Exklusivität auf ihren Flächen zu sichern.

Ziele und Vorgehen

Mit dem in ADAPTIV vorgestellten Konzept wird ein völlig neuer Ansatz vorgeschlagen, der ein gleichzeitig sicheres, effektives und akzeptiertes Miteinander auf gemeinsam genutzten Verkehrsflächen sicherstellt – im Projekt exemplarisch an der gemeinsamen Nutzung auf Fußgängerflächen demonstriert. Die Grundidee liegt darin, bei elektrisch angetriebenen Fahrrädern (e-Bike, Pedelec) oder kleinen Elektroleichtfahrzeugen (LEV, Light Electric Vehicle) über eine Umgebungserkennung und einen Eingriff in den Fahrzeugantrieb so in die Fahrt einzugreifen, dass deren Benutzer zu dem angestrebten sicheren, rücksichtsvollen und akzeptierten Fahrverhalten geleitet werden. Die besonderen Herausforderungen liegen darin, für die Erkennung des Umfeldes auf Basis von KI-Algorithmen möglichst wenig Leistung (<10Watt) zu verbrauchen. Dies gelingt einerseits durch Nutzung von spezieller Hardware und andererseits durch sorgfältige Auswahl der Algorithmen.

Innovationen und Perspektiven

An dem Projekt sind drei KMU und ein auf die Auswertung von Videosignalen spezialisiertes Unternehmen beteiligt. Der Zwang zum Stromsparen
führt zu einer speziellen Herangehensweise, die auf zahlreiche Anwendungen mit KI-basierter Umgebungserkennung bei der Randbedingung geringen Stromverbrauchs angewiesen sind. Zu nennen ist da beispielsweise die mobile Robotik.

Projektinformation

Projektleitung

HFC Human-Factors-ConsuIt GmbH
Köpenicker Str. 325
12555 Berlin

Volumen

1,111 Mio. € inkl. PP

Laufzeit

08/2024 – 07/2027

Projektpartnerinnen und -partner

Karlsruher Institut für Technologie; scuddy GmbH & Co. KG; eMotion 42 GmbH; DResearch Fahrzeugelektronik GmbH