Erzeugung von synthetischen Daten für Künstliche Intelligenz
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt mit der Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Erzeugung von synthetischen Daten für Künstliche Intelligenz“ interdisziplinäre und anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu fördern. Das Ziel der Förderrichtlinie ist es, neue Methoden zur Erzeugung synthetischer Daten für die Erstellung und Validierung von KI-Modellen zu entwickeln bzw. schon vorhandene Methoden zu verbessern oder auch gegebene personenbezogene Datenbestände zu anonymisieren. Durch die Maßnahme soll die Spitzenposition Deutschlands im Bereich KI gesichert und weiter ausgebaut werden. Die Förderung von Verbundprojekten soll hierbei den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zum Vorteil beider Parteien verstärken.
Die Forschung im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen (ML) hat in den letzten Jahren eine Reihe an Innovationen und neue Anwendungen hervorgebracht. Die hierfür notwendigen hochwertigen Trainingsdaten stehen nicht immer in ausreichendem Umfang und ausreichender Qualität zur Verfügung. Dies kann beispielsweise daran liegen, dass die Daten an Einzelpersonen gebunden sind und somit dem Datenschutz unterliegen oder die Daten konnten bisher in der Realität noch nicht beobachtet werden. Algorithmen der KI und ML sind jedoch maßgeblich auf die Existenz von solchen Trainingsdaten angewiesen, aus denen sie zunächst Sachverhalte lernen, um später selbständig aus anderen Daten Schlüsse ziehen zu können. Damit KI- und ML-Algorithmen dennoch eingesetzt werden können, ist die synthetische Erzeugung der fehlenden Trainingsdaten eine Lösungsoption. Ziel des Projekts „DaFne“ ist es, eine erweiterbare und offene Plattform zu entwickeln, die Trainingsdaten für KI- und ML-Algorithmen synthetisch generiert. Zur Umsetzung sollen im Projekt flexible Methoden entwickelt werden, um Daten zu generieren, auf deren Basis robuste Kl-Modelle erzeugt werden können, die sich in unterschiedlichen Anwendungsszenarien einsetzen lassen. Damit können beispielsweise Datensätze mit Randfällen angereichert werden, um KI-/ML-Algorithmen für spezielle Anwendungsszenarien zu trainieren oder auch um das Verhalten von KI-/ML-Algorithmen für bestimmte Zusammensetzungen der Trainingssets zu validieren. Weiterhin sollen überprüfbare Qualitätskriterien für die Generierungsmethoden und für die generierten Daten erarbeitet werden. Die Plattform soll zudem auch auf existierende Trainingsdaten zurückgreifen können.
Die zu entwickelnde Plattform wird unter realen Bedingungen exemplarisch für das Anwendungsgebiet Smart Cities erprobt und über den Förderzeitraum hinaus den KI-/ML-Wissenschaftlern und KI-/ML Entwicklern zur Datengenerierung für verschiedene Projekte zur Verfügung gestellt.
Hamburger Informatik Technologie-Center (HITeC) e.V.
Fachbereich Informatik
Vogt-Kölln-Str. 30
22527 Hamburg
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